Industrieklebstoffe für Glas-, Metall- und Kunststoffverklebungen und für medizintechnische Anwendungen |
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Die lösemittelfreien Industrieklebstoffe von DYMAX härten durch Bestrahlung mit Licht, durch Aktivator oder Hitze innerhalb weniger Sekunden vollständig aus und bilden starke, sehr beständige Verbindungen mit Kunststoffen, Metallen und Glas. Da die Produkte von DYMAX eine sehr gute Haftung auf vielen verschiedenen Substraten aufweisen, sind sie -im Gegensatz zu gängigen Schweißverfahren und vielen anderen Klebstoffen - sehr gut für die Verklebung unterschiedlicher Materialien geeignet.
Industrielle Glas-Klebstoffe für die Verklebung von Stielgläsern, Scheinwerfern, Kristallfiguren, Trophäen, Schmuckteilen, Metallscharnieren an Glas, architektonischen Glaskonstruktionen und Linsen.
Klebstoffe für Medizinprodukte für die Verklebung von Kathetern, Schlauchsystemen, Führungsdrähten, Behältern, Beatmungsmasken, Injektionsspritzen, Oxygenatoren und einer Vielzahl anderer medizinischer Einwegprodukte.
Industrielle Metall-Klebstoffe für die Verklebung von Drosselspulen und Transformatoren, bei der Montage von Gleichstrommotoren, Generatoren und Schwungrädern, für allgemeines Fixieren, zur Drahtbündelung, zur Vibrations- und Geräuschreduzierung und zum Versiegeln und Vergießen.
Industrielle Klebstoffe für Kunststoffe für die Montage von Kunststoffbauteilen, Teilerzeugnissen der Automobilindustrie, Verklebung von Schmuckteilen und Pokalen bis hin zur Versiegelung von Scheinwerfern, zur Herstellung von Displays und zum Vibrationsschutz in der Luftfahrt.
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DIE AUSWAHL DES GEEIGNETEN KLEBSTOFFS FÜR IHRE ANWENDUNG IN 6 SCHRITTEN:
Schritt 1. PROZESSGESTALTUNG
Bei der Auswahl des geeigneten Klebstoffs für eine Anwendung muss man verschiedene Aspekte des Prozesses berücksichtigen: Verwendeten Substrate, Breite der Fügespalte, Art der Dispensierung, Ausfallarten, Erforderliche Zugbelastung, Umwelteinflüsse, thermische Belastung und andere Prozessparameter. Für die Verwendung von lichthärtenden Klebstoffen ist es wichtig, die Transmission der Substrate zu berücksichtigen und Schattenzonen im Bereich der Klebefläche zu vermeiden. Die Fügespalten sollten eine Breite von 0,5 bis 1,5 mm haben.
Schritt 2. HAFTUNG
Die erste und grundlegendste Eigenschaft, die der gewählte Klebstoff besitzen muss, ist eine gute Haftung an den zu verklebenden Substraten. Substratlisten finden Sie in den jeweiligen Informationsbroschüren. Bei der Verklebung von gleichen Substraten (z.B. Polycarbonat mit Polycarbonat) ist die Auswahl relativ problemlos. Wenn dagegen verschiedene Substrate verklebt werden (z.B. Acryl mit Glas), sollten Sie mehrere Klebstoffe in Betracht ziehen. Dabei helfen Ihnen einige Klebeversuche („pick test“)
Schritt 3. PHYSIKALISCHE EIGENSCHAFTEN
Die DYMAX Klebstoffe sind mit sehr verschiedenen physikalischen Eigenschaften erhältlich. Da die Qualität der Verklebung stark von den physikalischen Eigenschaften der Klebstoffe abhängt, sollten die Belastungen, denen die Teile im Gebrauch ausgesetzt sind, besonders berücksichtigt werden. In den technischen Datenblättern der Produkte finden Sie ausführliche Informationen.
Schritt 4. VISKOSITÄT
Bei der Wahl der Viskosität ist zu beachten, ob und wie sich der Klebstoff auf den Bauteilen verteilen soll. Dabei ist auch die Teile- und Prozessgeometrie, die Montagegeschwindigkeit und Montagemethode zu berücksichtigen.
Die Viskosität beschreibt die Fließeigenschaft eines Klebstoffs; niederviskose Klebstoffe fließen leichter als hochviskose. Gels fließen sehr langsam und sind besonders gut geeignet, wenn sich der Klebstoff nach dem Dosieren nur sehr wenig auf dem Bauteil verteilen soll.
Die Klebstoffe von DYMAX sind in unterschiedlichen Viskositäten erhältlich. Der Anhang an der Produktnummer gibt über die Viskosität Auskunft:
VLV = sehr niederviskos (Very Low Viscosity), LV = niederviskos (Low Viscosity), T = dickflüssig (Thick), VT = sehr dickflüssig (Very Thick), Gel = GEL. Produkte mit Standardviskosität sind nicht gesondert gekennzeichnet.
Die unterschiedlichen Viskositätsstufen desselben Klebstoffes haben in der Regel die gleichen physikalischen Eigenschaften.
Schritt 5. AUSHÄRTUNGSSYSTEM
Die lichthärtenden Klebstoffe von DYMAX härten durch UV-Licht oder durch Kombination von UV- und sichtbarem Licht aus. Durch die Kombinationshärtung erfolgt die Aushärtung typischerweise schneller und tiefer und ist auch für UV-blockende, transparente Substrate geeignet. Alle DYMAX Aushärtungssysteme emittieren sowohl UV- als auch sichtbares Licht und sind optimal auf die Aushärtung aller Klebstoffe von DYMAX abgestimmt. Zum Erreichen klebfreier Oberflächen („tack-free“) bei Anwendungen in Luftumgebung können hochintensive UV-Geräte eingesetzt werden. Wie bei Fertigungsprozessen üblich, sollte mit einem Sicherheitsfaktor gearbeitet werden.
Schritt 6. FUNKTIONSTEST
Vor Produktionsbeginn sollten die Endbauteile, die mit dem ausgewählten Klebstoff produziert wurden, unter dem Gesichtspunkt des späteren Gebrauchs evaluiert werden. Ebenso sollte der endgültige Montageprozess mit Dosierung und Aushärtung der Prozessvalidierung unterliegen. In den meisten Fällen sollte auch ein Gebrauchstest unter erschwerten Bedingungen eingeschlossen sein, da die DYMAX Klebstoffe in vielen Anwendungen härtesten Bedingungen standhalten müssen, oft über Jahre oder Jahrzehnte.
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